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Bachelorarbeit Maximilian Domsky

Für technische Produkte gibt es allgemein technische Darstellungen, zum Beispiel direkt aus CAD-Systemen oder technische Zeichnungen. Für dieselben Produkte gibt es aber auch realistische Darstellungen für Werbezwecke und Kataloge. Beides hat unterschiedliche Anforderungen bezüglich Lesbarkeit und ansprechender Optik. Schon vor der Zeit von 3D Renderings hat man mit Hilfe von Fotografie oder Illustrationen versucht Bilder und Grafiken für Betriebsanleitungen, Kataloge oder  Ähnliches zu erstellen.

Das war aber oft ein aufwendiges Verfahren, bei dem nicht immer eine einheitliche Optik gewährleistet war. Mit der Errungenschaft von computergenerierten Grafiken kann man heute allerdings genau das mit einem niedrigeren Aufwand erreichen. Um der jeweiligen Anforderung gerecht zu werden gibt es auch im Bereich 3D Rendering einen fotorealistischen (Physical based Rendering, PBR) und einen nicht-fotorealistischen (Non-photorealistic Rendering, NPR) Ansatz. Selbst wenn das Objekt und die Kameraperspektive, bei beiden Darstellungen identisch sind, unterscheiden sich die Verfahren dennoch enorm in Optik und der Lesbarkeit von Bildinhalten. Je nach gewähltem Verfahren können Informationen im Bild enthalten sein, wie die Frage nach dem verbauten Material. Man kann auch bestimmte Bauteile bezüglich ihrer Funktion farblich hervorheben. Außerdem lässt sich der Gesamteindruck des Designs eines Objektes mit bestimmten Parametern beeinflussen. Bei einem realistischen Rendering sollten mit Hilfe von Bumpwerten viele Details in der Oberfläche für ein eindrucksvolles Bild sorgen. Im Gegensatz dazu hilft uns eine nicht-realistische Darstellung mit Hilfe von Edgelines dabei, die Funktionsweise eines Objekts besser nachvollziehen zu können. Allerdings gibt es noch keine, bzw. wenig Untersuchungen bezüglich der Lesbarkeit von computergenerierten 3D Grafiken in diesem Bezug. Daher soll untersucht werden inwieweit sich diese Kriterien über gewisse Parameter, wie zum Beispiel Bumpmap oder Edgelines, beeinflussen lassen, um für den jeweiligen Einsatz eine möglichst hohe Lesbarkeit zu gewährleisten, ohne dafür zwei, für den entsprechenden Zweck angepasste, Modelle anfertigen zu müssen. Ziel der Arbeit ist es, bestimmte Regeln, bzw. Standards festlegen zu können, mit deren Hilfe man möglichst effektiv ein Rendering erstellen kann, das den geforderten Anforderungen entsprechen solle.