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Bachelorarbeit Christoph Damm

In Echtzeit gerenderte Anwendungen sind als Videospiele längst bekannt. Doch auch in der Werbebranche werden sie eingesetzt. Sie können als digitaler Showroom oder als Konfigurator dienen. Der Nutzer hat dabei die Möglichkeit sich selbst umzusehen und Interaktionen durchzuführen; eben wie in einem Videospiel. Normalerweise werden für Echtzeitanwendungen möglichst einfache Modelle (geringe Polygonanzahl) verwendet, um den Rechenaufwand für den Echtzeitrenderer gering zu halten. In der Werbebranche stammen die meisten Modelle jedoch aus den Konstruktionsdaten der Hersteller. Diese Modelle sind sehr detailliert und besitzen oft sehr viele Polygone.

Daher soll untersucht werden, ob man für digitale Showrooms und Konfiguratoren typische Animationen und Interaktionen auch auf komplexe Modelle anwenden kann und wo dabei Probleme auftreten. Untersucht werden eine Explosionsansicht des Objekts, der animierte Austausch einzelner Teile, Animationen von Arbeitsschritten an dem Objekt, das Ausblenden von Modellbereichen, um andere hervorzuheben sowie der Austausch von Shadingnetzwerken.
Zu diesem Zweck wird exemplarisch ein komplexes Modell in einer in Unity erstellten Anwendung eingebunden. Hier werden dann die zu untersuchenden Aktionen implementiert. So kann betrachtet werden, ob Probleme bei der Implementierung auftreten, wodurch sie verursacht werden und vor allem wie sie gelöst werden können. Ein wichtiger Gesichtspunkt ist dabei auch der entstehende zusätzliche Arbeitsaufwand, etwa durch nötige Veränderungen am Modell.
Die so gewonnenen Informationen sollen dann im Bezug auf die generellen Möglichkeiten zur Animation und Interaktion mit komplexen Modellen betrachtet werden. Ziel ist also einen Überblick zu schaffen, welche Animations- und Interaktionsmöglichkeiten komplexe Modelle bieten und wie diese umzusetzen sind sowie ein Vergleich der verschiedenen Optionen hinsichtlich des Aufwandes bei der Implementierung.