Untersuchung prozeduraler und assetbasierter Workflows zur Erstellung realistischer urbaner 3D-Szenen für die Filmproduktion in Blender

Bachelorarbeit M. Kaufmann

 

 Die Erstellung realistischer urbaner 3D-Umgebungen stellt in der Produktion von 3D-Inhalten besondere Anforderungen an den verwendeten Workflow. Insbesondere bei großflächigen Stadtszenen müssen neben gestalterischen Aspekten und der nötigen Arbeitszeit auch technische Faktoren wie Szenenkomplexität, Speicherbedarf, Viewport-Performance und Renderzeit berücksichtigt werden. Für die Umsetzung solcher Umgebungen stehen unterschiedliche Ansätze zur Verfügung. Neben der klassischen Zusammenstellung einer Stadt aus bereits vorhandenen 3D-Assets mittels Kitbashing ermöglichen prozedurale Systeme eine weitgehend automatisierte Generierung urbaner Strukturen. Die Wahl des geeigneten Verfahrens kann dabei erheblichen Einfluss auf den Produktionsaufwand und die technische Performance der resultierenden Szene haben. 

Für die Auswahl eines geeigneten Workflows fehlen jedoch praxisnahe Vergleichswerte, anhand derer sich unterschiedliche Verfahren unter vergleichbaren Bedingungen bewerten lassen. Insbesondere ist nicht eindeutig ersichtlich, wie sich eine prozedurale Stadterstellung und ein klassischer Kitbashing-Workflow hinsichtlich Arbeitsaufwand und technischer Anforderungen unterscheiden. Hinzu kommt, dass die Eignung eines Verfahrens stark vom jeweiligen Anwendungsszenario abhängen kann. Eine Kamerafahrt auf Straßenebene stellt beispielsweise andere Anforderungen an den Detailgrad als ein großräumiger Drohnenflug über eine Stadt. 

Ziel der Bachelorarbeit ist daher die systematische Untersuchung dieser beiden Methoden zur Erstellung urbaner 3D-Umgebungen in Blender. Einem prozeduralen Ansatz wird also ein klassischer Kitbashing-Workflow gegenübergestellt, bei dem die Stadtszene aus vorhandenen 3D-Assets aufgebaut wird. Beide Verfahren sollen unter möglichst vergleichbaren Bedingungen anhand mehrerer definierter Anwendungsszenarien untersucht und anhand bestimmter qualitativer und quantitativer Kriterien bewertet werden. Auf Grundlage der erhobenen Ergebnisse sollen die jeweiligen Stärken und Schwächen der beiden Ansätze herausgearbeitet und in Abhängigkeit vom Anwendungsszenario bewertet werden. Die Arbeit soll damit eine praxisorientierte Entscheidungsgrundlage schaffen, 

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Prof. Dr. Cornelius Malerczyk
M. Sc. Hans Christian Arlt